DER TRENDBEOBACHTER vor Ort - am Strassenrand

Game over: Fahrrad

Als DER #TRENDBEOBACHTER 2004 zum ersten Mal in #China war, da waren Autos noch selten und ganz persönliche #Fahrräder die Normalität. Mit persönlichen Fahrrädern sind eigene Fahrräder gemeint. Eigentum von Menschen und keine #Mieträder.

 

Weg sind sie, die eigenen Räder

 

Es gibt kaum noch individuelle Räder, so wie hier

 

In 2019 sah der #Zukunftsexperte was „Disruption“ in einem solchen Markt bedeuten kann. Sie sind weg. Platt gesagt: in Luft aufgelöst! Laut einer Roland Berger Studie vom August 2018 gab es weltweit 1.250 unterschiedliche Bike-Sharing Systeme und die Städte #Peking und #Shanghai sind die Spitzenreiter auf diesem Planeten. Alleine die Hauptstadt soll 2,3 Millionen Bike-Sharing-Räder haben. 2,3 Millionen!

 

Der #Redner und #Moderator Mathias Haas hat den Gebrauch im Alltag beobachtet und es denkt keiner mehr nach… zumindest nicht die Studenten der besten Universitäten im Lande. Haas hat sie gesehen, denn er hat in unmittelbarer Nähe gewohnt. Jede Strecke wird direkt per Bike-Sharing-Rad bewältigt. Es dauert Sekunden zum Freischalten und noch weniger zum Abgeben.

 

Rein in die Abstellzone und fertig

 

Megatrend: Bike-Sharing

 

Mit diesen ständigen Einweg-Mieten kann der Alltag problemlos mit einer Subway-Fahrt oder einem Didi-Taxi (im Uber-Style) kombiniert werden. Ofo oder mobike heißen die Anbieter und bei uns sind genau diese verpönt. Stadtverwaltungen verabscheuen sie mangels der Verlässlichkeit in den Absprachen und der mitteleuropäische Normalbürger nimmt sie nicht ernst. Bei uns sind Vandalismus und falsch abgestellte Drahtesel ein Problem. In China gibt es Regeln und diese werden eingehalten. Ein-ge-halten! Es gibt Parkzonen und massenhafte Abfuhren und diese scheinen konsequent bedient zu werden.

 

Das Ergebnis ist ein Straßenbild, das chinesische Städte gänzlich verändert. Vielleicht besser, vielleicht kapitalistischer oder spontaner… auf jeden Fall monotoner in den Farben bereits erwähnten Anbieter. Und ganz sicher sicherer bei weniger Luftverschmutzung. Dabei sind die allgegenwärtige Präsenz und der Preis die wesentlichen Treiber: 1 RMB (etwa 25 EUR-Cent) bei 15 Minuten und ½ RMB für weitere 15 Minuten Nutzung – das sind auch für Studenten in China offensichtlich tragbare Größen.

 

Der Trend geht zum Einsammeln

 

Doch bei aller Normalität und Euphorie, bei Kapitalgebern wie Alibaba und Tencent… den bisher bereitgestellten Milliarden stehen jede Menge Verluste gegenüber. Es bleibt offen inwieweit die neuen Tech-Mobilitätsplattformen wirklich lebendig und vital bleiben oder gar werden. Das Forbes Magazin titelt mittlerweile mit Überschriften wie „Crash of China Bike“ und Roland Berger zweifelt ob die Höchstbewertungen von 3 Milliarden USD (zu Höchstzeiten) gerechtfertigt sind.

 

Egal wie die #Bike-Sharing Start-ups sich entwickeln, der Mann und die Frau auf der Straße scheinen wirklich ihre Verhaltensweisen angepasst zu haben und die klassischen #Fahrradhersteller leuchten nur noch auf ganz kleiner Flamme. Ganz kleiner Beleuchtung!

 

Der Mobilitäts-Mix in China – hier sind alle Optionen auf einem Bild

 

P.S.
Ganz nebenbei bemerkt. Der „Chinese an sich“ macht selten das Licht an. Auch die Bike-Sharing-Räder haben nur Reflektoren und keine selbstleuchtenden Einheiten. Das gleiche gilt übrigens auch für die ganzen eRoller. Apropos… gibt es eigentlich noch klassische Rollerhersteller?

 

Wie erwartet, massive Infrastruktur

 

 

Mathias Haas, DER TRENDBEOBACHTER, bietet #Orientierung und liefert Antworten. Doch auch er und sein Team haben Fragen – manchmal mehr Fragen als Antworten. Doch so ist die #Zukunft. Zum Glück.

 

Es ist die Normalität, dass #Zukunft auch #Risiko bedeutet. So what?!

 

Mehr zur #Zukunftsbegleitung von #MathiasHaas und seinem Team liegt unter www.trendbeobachter.de und www.play-serious.org bereit. Lesen Sie rein, klicken Sie an. Rufen Sie durch! +49 711 2360930.

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