Das Leben mit Corona

Wir alle sprechen von einem danach, einer neuen Ära – aber wie und wann genau beginnt dieses danach? Wenn ein Impfstoff gefunden wurde? Wenn die Nachrichten nicht mehr aus „90 Prozent Corona“ bestehen? Wenn wir den „Höhepunkt“ überwunden haben?Wir alle sprechen von einem danach, einer neuen Ära – aber wie und wann genau beginnt dieses danach? Wenn ein Impfstoff gefunden wurde? Wenn die Nachrichten nicht mehr aus „90 Prozent Corona“ bestehen? Wenn wir den „Höhepunkt“ überwunden haben?Wir alle sprechen von einem danach, einer neuen Ära – aber wie und wann genau beginnt dieses danach? Wenn ein Impfstoff gefunden wurde? Wenn die Nachrichten nicht mehr aus „90 Prozent Corona“ bestehen? Wenn wir den „Höhepunkt“ überwunden haben?

Fakt ist, wir sind inzwischen in der Realität angekommen – selbst die Erkenntnis, dass Virologen auch nur Menschen sind, jeden Tag dazu lernen und nicht den Verlauf der Zukunft voraussagen können, haben nun die meisten verstanden. Wir sprechen in Modellen, wir leben mit Einschränkungen. Und ja, wir gehen damit um. Eine gewisse Gewohnheit kommt auf.

Könnte dieser Zustand 4-5 Jahre dauern?

Nach Aussagen der WHO könnte es 4-5 Jahren dauern, bis die Pandemie unter Kontrolle ist. Was auch immer das bedeuten mag – in 5 Jahren. Und was, wenn das Virus im Laufe dieser Zeit mutiert? Und der euphorisch gefeierte Impfstoff unbrauchbar ist? Die Produktion komplizierter als vermutet?

Was so schwarzmalerisch daher kommt – ist mit Daten unterfüttert. Mit Hochrechnungen der besagten World Health Organisation, dem Infectious Disease Research and Policy der University of Minnesota und der Chan School (Harvard) zusammengetragen… Das Fazit? So normal wie das regelmäßige Händewaschen und desinfizieren geworden ist, so normal könnte ein wellenförmiger Lockdown werden.

Ein regelmäßiges Auf-und-Ab ist nicht undenkbar

Kein ZDF Drama, sondern vielleicht bald schon Realität: laut einem Artikel der New York Times wird eine einzige Welle der sozialen Distanzierung und des Lockdowns langfristig nicht ausreichen. Vielmehr wird empfohlen sich die Zwangslage als Welle vorzustellen. Als immer fortlaufende Welle. Ja, das fordert gedankliche Flexibilität. Gedankengut, welches wohl niemand freiwillig produziert.

Die gute Nachricht: wir können, je nach geografischer Lage und Rahmenbedingungen durch psychologische, soziologische, wirtschaftliche und politische Faktoren vielleicht auch lernen auf diesen Wellen zu surfen. Auch wenn wir heute noch nicht wissen, wie. Der wirtschaftliche Druck scheint übermächtig, aber wenn… es sein muss,… dann…

Eine Antwort könnten soziale Innovationen sein

Angenommen jeder sieht die Grundbedürfnisse als wichtigstes Gut, sorgt sich um die kleinste Einheit – sprich den innersten Kreis. Angenommen diese kleinsten Einheiten müssen agieren, ohne Rücksicht auf Stolz und Eitelkeiten… dann, ja dann wäre sicherlich sehr viel möglich. Pragmatische Innovation und maximale Flexibilität gepaart mit Kompromissbereitschaft wären zwangsläufig unser Normalprogramm.

Soziale Innovation als Überschrift der (Teil-)Lösung

Diese Lokalen sozialen Innovationen haben – laut einem Ergebnis der Forschungskooperation des Stockholm Resilience Centre, Tellus Insitutes und dem STEPS Centre – das Potenzial einen gesellschaftlichen Wandel zu starten und abzusichern. Nicht umsonst boomen Plattformen wie Nachbarschaftshilfe oder nebenan.de mehr denn. Nicht umsonst fokussieren wir jetzt schon „lokal“.

Wenn dieser Rhythmus also eintreten sollte, würden wir wohl von Lockdown zu Lockdown dazu lernen. Wir würden uns auch daran gewöhnen und doch würden wir nicht nur leben. Wir würden (wirtschaftlich) überleben – müssen.

Und bei aller Weltuntergangsstimmung… wir Menschen würden uns anpassen. Wir würden Grundbedürfnisse bedienen. Wir würden wohl tauschen und aushelfen – zumindest im „inner Circle“. Denn es ist eben nicht wie im Krieg, unser Hab und Gut ist nicht in Schutt und Asche. Aber anpassen müssten wir uns wohl. Radikal sogar. Und wenn wir uns alle in zeitgemäße Taucheranzüge zwängen und „Safely Socializing“ dazu sagen würden… ja, den Humor würden wir nicht verlieren! Distanz durch Ironie ist sicherlich hilfreich – für alle und auch für Mathias Haas, den TRENDBEOBACHTER. „Humor-Distancing“ quasi 😉

Der Micrashell Anzug als eine Option für ein „Safely Socializing“

Auch DER TRENDBEOBACHTER hat nicht jede Antwort. Aber er weiß: gerade jetzt braucht es Zeit zum Denken! Mit konsequenter und ernst gemeinter Zukunftsbegleitung unterstützen Mathias Haas und sein Team auch aktuell Organisationen, die zukunftsfit bleiben wollen. Dabei schadet es nicht – gar nicht – früh dran zu sein. Sich zeitig Gedanken über Zukunftsszenarien zu machen. Ein weiterer Grund diesen TRENDBEOBACHTER-Blog zu schreiben, zu veröffentlichen… auch wenn es nicht nur „schwarz“, sondern auch „weiß“ gibt und es wohl auf „grau“ rauslaufen wird.

Und ja, sicher muss auch der Trendexperte die ein oder andere Überschrift eines „Danach“ durch ein „Mit“ ersetzen.

Die aktuellen Thesen liegen unter anderem auf www.trendbeobachter.de bereit. Und alle Organisationen, die Ihren eigenen Rhythmus in diesen Wellen finden möchten, finden Orientierung bei der PLAY SERIOUS AKADEMIE unter www.play-serious.org

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