Keine große Idee wurde jemals in einer Konferenz geboren

… „Aber eine Menge tollkühne Ideen sind dort gestorben.“ Dieses Zitat von F. Scott Fitzgerald beschreibt die radikale Realität, die wir alle kennen.

Haben sich bis vor ein paar Monaten noch fast 2/3 der Angestellten das Büro mit mindestens einem Kollegen geteilt, hat nun gezwungenermaßen jeder seinen eigenen Bereich. Und wer weiß. Vielleicht wird schon bald der ein oder andere Zukunftsrebell entdeckt. Denn laut einer Studie des Fraunhofers Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation gehören 40% der Kolleginnen und Kollegen zur Kategorie der sogenannten „Silent Workers“. Es ist wie mit der Familie: Kollegen kann man sich auch nicht aussuchen. Was bedeutet das konkret für Ergebnisse und Arbeitsweisen? Für Formate wie Working out Loud und New Work?

Wir sagen es jetzt mal, wie es ist: Agilität überfordert viele, ja auch uns manchmal. Und das ist völlig normal! Ja es ist normal, Beständigkeit und Stabilität zu wollen. Dauernde Interaktion können – vor Ort sowie über ZOOM – auch nerven – für die Introvertierten unter uns sogar eine Zumutung sein. Das Bedürfnis nach Stille – früher in Großraum Büros ein gigantisches Geschäft. Man denke nur mal an all die Noise-Cancelling Kopfhörer und Ampelsysteme, die für ungestörtes Arbeiten verkauft worden sind. Ja es gab sogar eigene Boxen, die an Telefonzellen erinnert haben und mitten im Raum standen, nur um wirklich ungestört telefonieren zu können. Und ja, die PLAY SERIOUS AKADEMIE wagt auch die These, dass dies ein Grund für den herrschenden Durchschnitt ist. Denn die großen Innovationen kommen, wie auch laut den Thesen von Deutschlands bekanntestem TRENDBEOBACHTER, überwiegend von „Einzeldenkern“.

Ein Plädoyer für die „Stillen“

Wir wollen nicht sagen, dass Teamarbeit sinnlos ist. In vielen Prozessen die sich gut gliedern lassen, macht Teamwork durchaus Sinn. Auch mit Kollaborationsplattformen wie DEON, oder MIRO – den „neuen“ Meetingräumen. Und ja, lassen solche Tools eben auch Effektivität und Effizienz fördern und übergreifende Teams leichter zusammenarbeiten. Aber nicht unbedingt im Sinne von bahnbrechenden Innovationen. Denn Fakt ist auch, das übt einen enormen Anpassungsdruck gegenüber dem „Lautesten“ aus. Während in der Schule dankbar angenommen worden ist, dass der „Lauteste“ die ungeliebte Gruppenarbeit präsentiert, führt dies im Arbeitsleben dazu, dass brillante Ideen schnell auf der Strecke bleiben.

Kollektive Überforderung durch Teamarbeit sozusagen.

Ein klarer Vorteil des Homeoffice ist, dass die „Stillen“ nun endlich zur Ruhe kommen – und vor allem auch die „Lauten“. Denn ja, auch die können sich jenseits der nächsten Telco einen Moment der Stille gönnen – und vor allem aushalten. Laut einem Bericht der ZEIT, ist die Aktivität von Abstimmungen und Teamarbeit seit Ende der 90iger um 50 Prozent gestiegen. Wo soll da bitte noch Zeit für die nächste Innovation auf „iPhone-Level“ sein? In manchem Firmen gehen sogar 8 von 10 Stunden für sogenannte Kollaborationsarbeit drauf. Nach Susan Cain gibt es genauso viele „Stille“ wie „Laute“. Beide seien im Schnitt gleich intelligent. Und dennoch setzen sich die „Lauten“ durch.

Das grandiose Gegenbeispiel hierzu ist Steve Wozniak. Ja, mancher Apple Fan wird jetzt sicherlich aufmerksam – als Mitgründer an der Seite von Steve Jobs erfand Steve Wozniak 1975 den ersten Personal Computer. Allein. Und zwar ganz allein in seiner Garage.

Also, das Home-Office muss nun nicht direkt in die Garage umziehen (außer man braucht wirklich auch einmal Ruhe vor der Katze). Die Kernbotschaft ist: nicht an jedem Projekt muss man agil mit 1.000 Mann und Frau arbeiten. Den „Lauten“ sagen wir: Geben Sie den Rebellen, den Raum, den Sie benötigen, und den „Stillen“ sagen wir: fordern Sie den Freiraum, den Sie brauchen. Gegen den Durchschnitt, für die Zukunft!

Deutschlands bekanntester TRENDBEOBACHTER plädiert nicht nur für die „Leisen“, sondern vor allem auch dafür, gegen den Durchschnitt zu arbeiten. Diese Haltung prägt den Zukunftsexperten seit über 12 Jahren. Mehr zur Zukunftsbegleitung von Organisationen, Unternehmen und Vereinen über alle Bereiche hinweg finden Sie unter www.trendbeobachter.de. Vor diesem Hintergrund hat der Trendforscher Mathias Haas – ein Forscher der anderen Art – die PLAY SERIOUS AKADEMIE gegründet. Pragmatismus zum Anfassen sozusagen, mit ungewöhnlichen Workshopmethoden wie LEGO® SERIOUS PLAY® oder PLAYMOBIL pro. Mehr dazu finden Sie unter www.play-serious.org

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