Autos vom Softwarehersteller sind sicherer

Fahrzeuge haben 2030 gut und gerne 150 elektronische Steuerungen und 100 Millionen „lines of code“. Natürlich sind Autos rollende Computer. Nur wer schützt sie wohl (gefühlt) besser? Etwa die klassischen Autobauer, die aus „dem Blech“ kommen und langsam das große Display entdecken? Einige kennen vielleicht noch den Jeep Cherokee, der 2015 von IT-Security-Profis mit einem Laptop aus 10 Meilen Entfernung „übernommen“ wurde. Damals wurde nur der Radiosender gewechselt, die Scheibenwischer aktiviert und kalte Luft durch das Auto gejagt. Noch kälter wird es dann, wenn der Golf, smart oder der luxuriöse Audi A8 unerwartet beschleunigt oder bremst – kurz vor der Autobahnauf- oder abfahrt. Oder wenn Karamba Security, ein IT-Unternehmen im Automobilbereich, berichtet, dass in Südamerika LKW-Ladung gestohlen wird, nachdem das Tracking-System deaktiviert ist.

Auch wenn DER TRENDBEOBACHTER Mathias Haas den Gangstern in dieser Region vielleicht unrecht tut, richtig interessant wird es doch wenn ganze Autoflotten stillgelegt werden. Hacking ist immerhin ein Geschäftsmodell und nur selten ist es der gelangweilte Jugendliche im Keller. Offensichtlich ist Hacking mittlerweile auch von Regierungen getrieben und gestützt. Es könnte zunehmend zum Werkzeug der internationalen „Wirtschaftsförderung“ eingesetzt werden, denn die Welt wird nicht wirklich globaler, Länder und Märkte werden mehr und mehr abgeschottet. Die eigenen Anbieter werden geschützt und gefördert, so die Grundthese vom Zukunftsexperten Mathias Haas.

Doch zurück zum Vertrauen

Nach einem McKinsey-Report wird es schwerer werden, die Fahrzeuge zu sichern als die Fluggesellschaften. Besagte 100 Millionen „lines of code“ beschreiben die enorme Komplexität im Vergleich zu etwa 15 Millionen in einem Passagierflugzeug oder circa 40 Millionen bei einem massentauglichen PC-System.

Kaufmotive werden sich mächtig ändern

Selbst wenn der Mensch weiter so tut, als ob Identitätsklau, Datendiebstal oder gehackte Girokonten nur beim Nachbarn stattfinden so ist es doch fraglich, ob die Kaufmotive sich bei Pkw nicht ändern? Die Frage nach dem Verbrauch, der Reichweite und dem „Spoiler-Faktor“ bekommen zumindest Zuwachs!

Würden Sie denn dafür zahlen, dass auf der Windschutzscheibe ein „this vehical meets cybersecurity standards-Kleber“ hängt? Und würden Sie einem Auto von einem „Big-Tech-Anbieter“ wie Apple, Google, Baidu, Xiaomi oder wenigstens Tesla oder Sony noch „eine Schippe drauflegen“? Zumal diese ja aus der Welt des Coding kommen und dies – dort zumindest – eher als Normalität empfunden wird?

Bekanntlich gibt es in der Zukunft neue Fragen und es braucht neue Antworten. Diese sind nicht nur hoch interessant und spannend, sie werden Menschenleben schützen und nicht zuletzt auch dadurch Marken massiv prägen. Es braucht auch dafür wahre Zukunftsfitness, echte Strategie und signifikantes Budget! In einer Zeit, in der Kurzarbeitergeld und die Frage der nächsten eTankstelle alles überschattet, gehen solche Schlüsselfragen gerne unter. Zumal die Klassiker eben aus der Klassik kommen – aus dem Blech, aber nicht aus dem Code.

P.S. In diesem Kontext liefert McKinsey & Company prompt die passend Studie. DER TRENDBEOBACHTER empfiehlt: Nehmen Sie sich mehr Zeit für die Zukunft, lesen Sie rein: https://www.mckinsey.de/publikationen/2021-03-22-future-skills-autoindustrie Hier wird zum Beispiel auf die „42 Wolfsburg“ sowie „42 Heilbronn“ und die „Fakultät73“ von Volkswagen verwiesen. Alles sehr vielversprechende Institutionen, die genau diese Lücken auffüllen sollen. In diesem Sinne, es gibt durchaus Antworten. Und diese braucht es auch. Schnell!

Mathias Haas und sein Team realisieren langfristige Zukunftsbegleitung. DER TRENDBEOBACHTER ist eben kein klassischer Trend- oder Zukunftsforscher. Haas ist Pragmatiker und weiß, dass aus PowerPoint-Folien noch lange keinen attraktiven Produkten und passende Zukunftsszenarien entstehen. Wandel und Innovation ist kleinteilig und mühsam, deshalb bietet Mathias Haas und sein Team – auch innerhalb der PLAY SERIOUS AKADEMIE – genau diese Zukunftsbegleitung an. Mit Trendbeobachtung und Change-Prozessen werden derartig komplexe Veränderungen begleitet – vor Ort genauso wie Online.

Mehr zur Trendbeobachtung liegt hier bereit: www.trendbeobachter.de

Mehr zur PLAY SERIOUS AKADEMIE und Workshops wie der didaktischen Aufbereitung finden Sie genau hier: www.play-serious.org

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