Das erste Aktivhaus der Welt!

Das Forschungsprojekt „B10“ steht in Stuttgart und sieht zunächst unscheinbar aus: Länglich, gläsern, geradlinig.

Mathias Haas war vor Ort - es war auch nicht weit

Mathias Haas war vor Ort – es war auch nicht weit

Doch hinter der großen durchgehenden Fensterfront, den blanken, weißen Wänden und der ebenerdigen Holzterrasse verbergen sich ein ausgeklügeltes Energiekonzept und eine selbstlernende Gebäudesteuerung. Sie erlauben es dem Haus, das Doppelte seines eigenen Energiebedarfs selbst zu erzeugen. Damit erfüllt es eindeutig die Anforderung an das Projekt, ein wirklich innovatives und nachhaltiges Gebäude zu schaffen. Es kann alle benötigte Energie aus eigenen Quellen erzeugen und zu 100% wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden kann. Außerdem zeigt es, wie durch ein Smart Grid, ein intelligentes Stromnetzwerk, Energieverbrauch und Energieerzeugung perfekt aufeinander abgestimmt werden können.

Das erste Aktivhaus der Welt befindet sich im Bruckmannweg 10 in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung. Namensgeber für das „B10“ war also sein Standort, der auch von diesem Projekt profitiert. Denn mit dem selbst produzierten Energieüberschuss werden nicht nur ein dazugehöriges Elektroauto versorgt, sondern auch das unter Denkmalschutz stehende Haus des berühmten Architekten Le Corbusier, das seit 2006 das Weißenhofmuseum beheimatet.

Der moderne Eisspeicher und wohl der erste Eisspeicher in Stuttgart

Der moderne Eisspeicher = der erste Eisspeicher in Stuttgart?

Ausgestattet mit einer Solaranlage auf dem Dach und einem Eisspeicher (DER TRENDBEOBACHTER ist zwar zum Thema „Eisspeicher“ nicht ganz fit – aber schwer beeindruckt) im Garten ist es vor allem das selbstlernende Gebäudemanagement, das das „B10“ als Aktivhaus und als Forschungsprojekt so einzigartig macht. Denn es findet eine vollkommende Vernetzung statt – von Haustechnik, von Haushaltsgeräten und der Ladeinfrastruktur. Das Haus ist smart: es lernt und speichert zuerst, um später vorausschauend und völlig selbständig zu handeln. Und es ist an ein virtuelles Kraftwerk angeschlossen, um bei Energieüberschuss je nach Bedarf den Nachbarn behilflich zu sein. Mit einer Vielzahl an Sensoren werden Fenster, Fußbodenheizung, Küchengeräte etc. gesteuert. Wer sich also auf dem Heimweg befindet, darf sich auf ein bereits aufgewärmtes Haus freuen und wer an seinem Geburtstag mehrere Besucher empfängt, muss sich um die richtige Temperatur keine Gedanken machen, denn das Haus regelt diese – abgestimmt auf die Anzahl der Mobiltelefone im Raum – von selbst. Und das „B10“ hält noch mehr Überraschungen bereit: Für mehr Privatsphäre kann die Terrasse hochgefahren werden, anstatt auf altmodische Vorhänge zurückzugreifen und lästige elektronische Küchenhilfen oder sogar Türen können hinter weißen Blenden verschwinden.

Optisch sind keine Schränke zu sehen - alles fein hinter der Holzfassade

Optisch sind keine Schränke zu sehen – alles fein hinter der Holzfassade

Anstelle einer klassischen Gardine einfach mal die Terrasse hoch fahren!

Anstelle einer klassischen Gardine einfach mal die Terrasse hoch fahren!

Doch, wenn das Haus mehr weiß als ich selbst, dann gewinnt der Ausdruck der „eigenen vier Wände“ eine ganz neue Bedeutung. Denn was geschieht mit all den Daten, die über mich, mein Wohn- und Schlafverhalten, mein Tag- und Nachtrhythmus gespeichert werden? Die Heizungssteuerung kommt nicht von Google, nicht von Tado, sondern von alphaEOS aus Stuttgart und garantiert – glaubhaft – den Datenverbleib tatsächlich in den eigenen vier Wänden. Gespeichert in einer weißen Box vor Ort!

B10 ist das Haus der Zukunft

Doch ein mulmiges Gefühl in dieser Hinsicht bleibt bestehen…
Ein gespanntes Leben steht uns bevor…

„B10“ ist Teil des Projektverbunds „Schaufenster LivingLab BWe mobil“, bei dem ca. 40 Projekte in den Regionen Stuttgart und Karlsruhe gefördert werden. Insgesamt sind es neun Projektpartner und 17 weitere Förderer, die das das Aktivhaus unterstützen – in vielen Fällen sieht diese Unterstützung sogar kostenfrei aus. Momentan können sich Besucher in diesem Haus über das Energiekonzept, die Bauweise und die verwendeten Materialien informieren, ab Oktober wird „B10“ für ein Jahr als Büro und danach für ein weiteres Jahr als Wohnfläche genutzt.

Der TRENDBEOBACHTER war nach seinem Ausflug ins Aktivhaus begeistert, denn es funktioniert tatsächlich! Auch Mathias Haas könnte sich gut vorstellen, dort zu arbeiten oder zu sogar zu wohnen. Natürlich ist die Fläche begrenzt, aber innovative Ideen brauchen auch nicht viel Platz – der hauseigene Smart zumindest, kann auf seiner Fläche im Kreis gedreht werden – damit man immer nach Vorne durchstarten kann!

Der smart steht auf einer Drehscheibe - direkt im Aktivhaus B10

Der smart steht auf einer Drehscheibe – direkt im Aktivhaus B10

 

Mathias Haas ist vor Ort – Hier und Jetzt. Denn es gibt immer Macher, die Ideen und Visionen realisieren so lange andere noch im Kämmerchen warten… warten bis sie verändert werden?

Nun,.. sicher ist es anstrengend derartige Innovationsprojekte zu realisieren – aber wie stark ist der Stolz? Wie wertvoll diese ersten Erfahrungen? Wie antreibend derartige Zukunft?

Der Redner und Berater Mathias Haas würde liebend gerne einziehen – auch wenn dann DER TRENDBEOBACHTER ein ernsthaftes Problem mit seinem Schuhregal hätte… Wandel ist gar nicht so einfach…

Aber Zukunft ist gar nicht so kompliziert!

Mehr zum Zukunftsexperten und seinen Expertengesprächen im YouTube-Kanal, auf der neuen Website www.trendbeobachter.de, auf der Seite www.play-serious.org und in der neuen TrendApp.!

TrendApp-Positiv2

 

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